Joan Baez

Die legendäre "Königin des Folk"

Sie war gerade einmal 18 Jahre alt, als sie 1959 auf dem Newport Folk Festival auftrat und über Nacht zum Star wurde. Im folgenden Jahr erschien ihr erstes Solo-Album „Joan Baez“ - eine der meistverkauften Folk-Platten überhaupt. Mehr als 30 Alben hat die New Yorkerin in ihrer Musikkarriere seitdem veröffentlicht - zahllose Goldene Schallplatten, sieben Grammy-Nominierungen, drei Bambi-Auszeichnungen sowie ein World Peace Music Award folgten. Zur Krönung einer grandiosen musikalischen Karriere wurde schließlich die Verleihung des Grammy für ihr Lebenswerk.

Ihre Musik berührt und verzaubert durch Einfachheit: Purer, akustischer Klang, Texte mit Tiefgang, eine magnetische Ausstrahlung und immer Joan Baez‘ weltberühmte Stimme im Mittelpunkt. Ihre Songs wie, „Diamonds & Rust“, „The Night They Drove Old Dixie Down“, „Where have all the flowers gone“ wurden aber nicht nur weltweite Hits, sie waren der Soundtrack der 1960er Jahre und ihrer ungeheuren gesellschaftlichen Umwälzungen: Beim „Marsch auf Washington“ 1963 von Martin Luther King interpretierte Baez den Song „We Shall Overcome“ von Pete Seeger, lieferte damit die Hymne der Friedensbewegung und wurde zugleich eine der Galionsfiguren der Bürgerrechtsbewegung. Der Aufstieg zur „Königin der Love & Peace-Bewegung“ ging einher mit ihrem unermüdlichem Protest gegen den Vietnamkrieg sowie dem Einsatz für unterdrückte Arbeiter und fand mit dem Auftritt beim legendären Woodstock Festival einen ersten Höhepunkt. Bis heute hält Joan Baez ihre politischen Ideale hoch und engagiert sich für Frieden, Gleichheit und Menschenrechte. 2015 erhielt sie dafür die höchste Auszeichnung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International in Berlin. Ihr politisches Engagement und musikalisches Schaffen sind für Joan Baez jedoch eine untrennbare Einheit: „Ich wäre nicht glücklich, wenn ich politisch kämpfen müsste, ohne Musik zu machen“, so die Künstlerin.